100.000 Meilen Party

28. Mai 2002

Den Glänzenden Abschluss im Reigen der Ereignisse dieses Winters machte „Mona Island“ im Westen Puerto Ricos. Bei meiner Überstellung im Mai 2002 von den Turcs and Caicos nach Venezuela machten mein japanischer Schiffssklave Norbert und ich hier halt, weil es einen Grund zum Feinern gab: meine 100.000 Seemeile war komplett.
Wir trafen, weil es so ausgemacht war, den Katamaran „Quinuituq“ und die Maramu 2000 „Crusador“. Diesen Freunden begegnete ich immer wieder an den einsamen Plätzen der Karibik.
Wir hatten Glück und fingen einige Langusten, in den Höhlen des Außenriffes. Norbert wartete mit echtem österreichischen „Bründelmayer“ Sekt und Rotwein von „Jurtschitsch“ auf und so konnten wir bei diesem würdigen Feste ein ebenso würdiges Menü reichen, gerahmt von der wilden Einsamkeit und von Mona Island.

Norbert+Petzi100T+Bründelmeyer Sektglas, Norbert, Jubilar

Gib den Affen Futter, Skipper mit 100.000 Meilen und Bananen

Polly, Eva und Uwe von Quinuituq, Norbert

Ian und Polly von Crusador

Der Ort der Festlichkeit

Kurze Erinnerungen:

100.000 Seemeilen sind es bis jetzt auf seegehenden Seglern geworden. Ich durfte dabei Schiffe zwischen 39 und 84 Fuß führen, die meisten davon waren Hochseekatamarane. Die Erfahrungen ich in der Ägäis, im Mittelmeer, der Biskaya, dem atlantischen Ozean und der Karibik sammeln durfte, würden ein Buch füllen.
Freunde und Bekannte, aber auch einfach Mitsegler, die mit der Art des Segelns auf Jonathan harmonieren, fanden und finden immer wieder zurück zum Kat und werden so etwas wie „eine Stammcrew“.
Viele schöne Stunden konnte ich auf Jonathan verbringen, lernte tolle Menschen kennen aber auch Spinner, Gauner, Neider und andere Nervensägen.
Wichtig war und ist auch, dass mir Anerkennung in Insiderkreisen zu Teil wurde und dass ich einen guten Kontakt zu Seglerlegenden wie Utz Müller-Treu finden durfte. Menschen mit so viel Segel- und Lebenserfahrung, mit so viel Stil und Charme werden immer seltener und dadurch wertvoller.

Katastrophen:

Manche kleinere oder größere Katastrophe blieb nicht aus - die vorletzte war wohl die gebrochene Mooringleine vor Culebrita, die beinahe das Schiff kostete, die letzte die Piraten in Venezuela, bei denen wir mit viel Mut, Dummheit, Kraft und Glück überlebten.

Dass das Risiko auf einem Schiff mit den gesegelten Seemeilen zunimmt, zeigen zwei Beispiele von befreundeten Crews, die im November bzw. Oktober 2001 ihre Schiffe verloren. Beide waren mit viel Erfahrung ausgestattet und beide liefen auf unbekannte Objekte auf - einmal vor Grenada, das andere Mal vor der Küste von Kolumbien. Schon aus diesem Grunde bin ich dankbar, dass mich das Schicksal nicht nur mit viel Erfahrung ausstattete, sondern auch mit dem nötigen Glück.